BLOG : 28.09.2017 : Beziehungsstatus: es ist kompliziert!

Wir alle wünschen uns gelingende und erfüllende Beziehungen die uns das Leben versüßen! Und was bekommen wir meist stattdessen? Konflikte, knallende Türen, Beziehungspausen, schlaflose Nächte und im schlimmsten Fall dann Tinder, Elitepartner und Co. Aber wie schaffen wir das, gut mit uns und auch gut mit einem Partner sein zu können?

Hilfreich dabei ist es zunächst uns mal die Beziehung zu uns selbst anzuschauen, bevor wir unsere Beziehung zu anderen beleuchten, denn letztere ist meist nur ein Spiegel für erstere! Wie stehe ich denn zu mir selbst? Finde ich mich selber klasse? Kann ich mich mit meinen Schwächen und Unzulänglichkeiten (die in uns allen wohnen) annehmen? Ja oh Graus, liebe ich mich selbst sogar? Oder zerfressen mich doch die Selbstzweifel, was ich natürlich mit allen Mitteln zu verbergen versuche? Wenn wir uns selbst nicht annehmen können, werden wir das nie bei einem Gegenüber schaffen! Und dann nerven die kleinsten Kleinigkeiten und wir nörgeln und meckern den andern zurecht, bis auch das letzte bisschen Zuneigung schließlich verloren geht.

Zusätzlich macht es auch Sinn sich unsere erste Liebesbeziehung des Lebens mal anzuschauen - nemlich diese zu unseren Eltern. Häufig wiederholen wir gelernte Beziehungsmuster, agieren erfahrene Mängel an unserem Partner aus oder toben kindliche, unbewusste Emotionen an ihnen aus. Oft bekämpfen wir auch Dinge die wir an uns selbst nicht mögen am anderen. Nicht selten verlassen wir dann im Grunde nicht den Partner, sondern immer wieder uns selbst oder unsere Eltern.

Immer mehr Klienten bringen ein Thema in der Partnerfindung oder Beziehungsführung mit. Sicher spielt hier auch unsere Zeitqualität eine Rolle. Beziehungen sind abbruchfreudig geworden und das große Geschäft mit der Einsamkeit boomt. Dabei ist es nicht mehr als etwas Seelenarbeit die es braucht. Wenn wir bereit sind uns selbst wirklich zu begegnen, ist die echte Begegnung mit einem Gegenüber nur noch einen Katzensprung entfernt.